Die Grundregeln des Fechtens

Vor jedem Gefecht stellen sich die Fechter auf der Fechtbahn voreinander auf und begrüßen sich, den Schiedsrichter und ggf. das Publikum mit dem Fechtergruß. Auch nach dem Gefecht verabschieden sich beide Fechter mit Fechtergruß und Handschlag. Das ist Ausdruck des gegenseitigen Respekts der Gegner.

Für einen fairen Wettstreit schreibt ein Reglement den Verlauf sowie Regeln und Strafen beim Sportfechten vor. Schiedsrichter (sogenannte Obleute) und ein Wettkampfgericht (Technisches Direktorium) überwachen die Einhaltung dieser Regeln und der sportlichen Fairness im Sinne des olympischen Gedankens.

Fechtbahn


Die Fechtbahn ist etwa 14 Meter lang und 2 Meter breit. Zu Beginn eines Gefechts steht der Obmann an der Mittellinie und fordert die Fechter auf, sich jeweils 2 Meter von ihm entfernt an den Startlinien aufzustellen.

Das Verlassen der Fechtbahn während des Gefechts (also das Übertreten mit beiden Füßen) ist nicht erlaubt und führt zur Unterbrechung des Gefechts.

 

 

Punktestand und Fechtzeit

Ein Fechter, der einen gültigen Treffer setzt, erhält einen Punkt. Ein Gefecht ist gewonnen, wenn ein Fechter den erforderlichen Punktestand erreicht hat oder nach Ablauf der Fechtzeit im Vorteil ist.

Gefochten wird in der Regel auf 5 Treffer bzw. 3 Minuten oder 15 Treffer bzw. 3 x 3 Minuten. Auf das Signal "Los!" ("Allez!") des Obmanns beginnt das Gefecht. Nach einem gefallenen Treffer wird das Gefecht durch das Signal "Halt" des Obmanns unterbrochen.

Für verschiedene Verstöße gegen das Reglement oder die sportliche Fairness erteilt der Obmann Verwarnungen (gelbe Karte), Straftreffer (rote Karte) oder gar die Disqualifikation (schwarze Karte) für besonders schwerwiegende Verstöße. Als besonders schwerer Verstoß gilt unter anderem wiederholt gefährliche und brutale Fechtweise und auch das Verweigern des Fechtergrußes am Ende des Gefechts.


Elektronische Trefferanzeige

Grundlage der Treffervergabe ist die elektronische Trefferanzeige, die gültige Treffer mit roten bzw. grünen Leuchten auf der Seite des Treffenden anzeigt. Ungültige Treffer oder technische Defekte werden durch weiße Leuchten angezeigt.

Ein Fechter wird zwar mit der elektronischen Trefferanlage verkabelt, aber er spürt selbstverständlich keinen Stromfluss. Die Elektrik misst lediglich, ob und wo die Waffe den Gegner berührt hat.